DIY – gefrostete Windlichter

Ich bin ein großer Fan von Windlichtern! Im Sommer stehen oder hängen sie in einem Netz aus Makramee auf meinem Balkon und im Winter verbreiten sie eine kuschelige Atmosphäre im Wohnzimmer 🙂
Ganz verliebt bin ich in diese geeisten Gläser, daher habe ich schon etliche Möglichkeiten ausprobiert, um eben diesen schönen, winterlichen Frosteffekt zu erzeugen. Von weißem Sprühlack, über Serviettentechnick, bis hin zu gekauften Frostpasten. Gefallen hat mir aber nichts davon zu 100%. Dann habe ich in einer Gruppe etwas von Zuckerschnee gelesen…! Der Tipp war eigentlich für Flaschen gedacht, dazu nimmt man ein Eiweiß und schwenkt es in der Flasche bis alle Stellen einmal bedeckt sind, jetzt kippt man das Eiweiß aus und schüttet Zucker in die Flasche… nochmal schwenken und den Rest auskippen. Da das Eiweiß klebt, bleibt der Zucker haften und tatdaa, schon hat man eine gefrostete Flasche 😀
Für meine Windlichter kam diese Version mit Ei und Zucker zwar nicht in Frage, aber nun wußte ich wenigstens wie ich es anstellen konnte!

Also habe ich gleich mal wieder den Glascontaier um die Ecke geplündert *gg* Ohne Witz, da findet man wirklich die tollsten Gläser!!! Egal ob riesige Gurkengläser (soviele Gurken könnte ich im Leben nicht essen), oder eben einfach auch recht außergwöhnliche aus Reformhäusern o.ä…
Man muß nur warten, bis der Cotainer recht voll ist und dann einfach mal einen kleinen Blick riskieren… ich mache das bevorzugt Abends, wenn es dunkel ist 😉

 

 

So und nun zeige ich euch, was ihr für die hübschen Frostgläser braucht:

  • Gläser natürlich

 

  • Feines Salz und etwas grobkörniges Salz (zerstoßt es ein wenig im Mörser, wenn es zu grob ist, fällt es leicht ab)
  • Mod Podge oder irgendeinen anderen Leim, der matt und transparent trocknet
  • einen Pinsel

 

  • Und natürlich Dekomaterial 🙂

 

Zuerst mischt ihr das feine Salz mit einer kleinen Menge von dem groben Salz und gebt alles in eine Schüssel. Stellt eine große Schüssel dazu.
Dann pinselt ihr das Glas dick mit dem Mod Podge ein und streut das Salz drüber. Immer und immer wieder, bis alle Stellen bedeckt sind.
Klopft ordentlich auf den Glasboden, damit das überschüssige Salz abfällt.
Trocknen lassen!
Zum Schluß müßt ihr es noch noch dekorieren und fertig ist euer gefrostetes Windlicht 😀

Für mich ist das die schönste und günstigeste Art diesen Eiseffekt zu erzeugen, ich hoffe er gefällt euch auch 🙂

Viel Spaß beim ausprobieren!

 

DIY – Papierbäumchen als Weihnachtsdeko

Ihr kennt sicher alle noch die Papiersterne aus Butterbrotpapier, oder?
Die sind echt niedlich, aber irgendwann gehen einem dann doch die Fenster aus 😉
Nun mußte also was neues her, was neues aus Butterbrotpapier….  und rausgekommen sind diese Papierbäumchen 🙂

Wirklich viel braucht man dafür nicht und die Bastelhasen unter euch sollten eigentlich auch alles zur Hand haben 🙂

 

Ihr braucht 4-5 Butterbrottüten und faltet sie einmal längs.
Dann zeichnet ihr euch ein halbes Tannenbäumchen drauf und schneidet es aus.
Ihr habt nun 2 halbe Bäumchen, die ineinander liegen und klebt diese einmal an der Naht zusammen.
Jetzt braucht ihr noch einen kleinen Stock (ich habe Treibhölzer aus dem Urlaub genommen) und zückt die Heißklebepistole.
Nacheinander bringt ihr einen Streifen Heißkleber auf das Holz auf und klebt die Baumhälften an der Naht auf das Holz.
Als Sockel habe ich Muscheln aus dem Urlaub genommen, aber Baumscheiben sind natürlich etwas traditioneller 😉
Den Baum festkleben und fertig!


Ich hoffe die Papierbäume gefallen euch 😀

Neue Kalender für 2019 *Werbung*

Auch dieses Jahr habe ich wieder meine liebsten Foodbilder in einen bzw. zwei Kalender gepackt.
Ihr erhaltet diese im Buchhandel oder natürlich online, zb bei Amazon.

 

Mystic Food – Dunkle Küchen-Stillleben: Mit einem Klick auf das Bild, geht es direkt zu Amazon

 

 

Vegetarisch inspiriert: Mit einem Klick auf das Bild, geht es direkt zu Amazon

Die Kalender sind erhältlich in den Größen A5 – A2.
Wenn sie euch gefallen, freue ich mich natürlich sehr über Feedback 🙂

{Nicecream mit Brombeeren}

Heute möchte ich euch nochmal ein helles Set zeigen 🙂

Die Nicecream mit Brombeeren sollte richtig schön kühl und frisch wirken, daher habe ich mich für einen hellen, grau/blauen Untergrund und einen hellgrauen Hintergrund entschieden.
OHH und meine wunderhübsche, neue Dekofliese kam auch endlich mal zum Einsatz!

 

Bei Lebensmitteln, die nicht lange „stillhalten“ wollen und wo keine Zeit für langes experimentieren bleibt, empfiehlt es sich, vorher mit einem Dummy das Set zu testen. Ich habe dafür eine farblich passende Serviette in das Glas gesteckt.
Das Set steht seitlich zum Fenster, allerdings in einem leichten Winkel, damit etwas Licht von schräg hinten auf die Hortensien und das Glas fällt und vor allem die Hortensien mehr leuchten läßt.
Aufgehellt habe ich mit 2 weißen Sandwichplatten, einmal seitlich rechts und einmal schräg von vorne. Auf Höhe des Glasses habe ich eine kleine Lücke gelassen, dadurch wird das Glas minimal plastischer.

 

 

Wirklich viel bearbeiten musste ich nicht. Die Creme sah farblich etwas schmuddelig aus, das habe ich in LR in den Farbtönen korrigiert. Ein wenig mehr Kontrast direkt über den Kontrastregler und in PS nochmal über die Tonwertkorrektur (Tiefen und Lichter)… jaaa, gewisse Sachen bearbeite ich lieber in PS, da ich die Ebenenmasken lieber mag und präziser finde.

 

Available Light I Nikon D700 I 105mm I F/5,6 I ISO 200 I 1/13sec…

 

 

Das war es eigentlich schon…
Ich hoffe das Ergebnis gefällt euch 😀

{Blaubeeren}

Jedes mal wenn ich ein „dunkles“ Bild fotografiere, ist es eine kleine Herausforderung.
Denn es gibt einfach (auf jeden Fall für mich) kein Patentrezept, was das Set angeht!
Was bei „einem“ Bild gut funktioniert hat, geht bei dem „anderem“ voll in die Hose.

Aber eigentlich muss man sich nur fragen:

  1. Was habe ich? (Was genau ist mein Foodobjekt? Welche Struktur hat es, möchte ich diese stark betonen? Ist es dunkel oder hell, reflektiert es stark oder ist es matt, usw…)
    Vor allem bei den dunklen mystischen Bilder entscheidet sich je nach Art meines Food-Objektes (hell auf dunkel oder dunkel auf dunkel) schon schnell, ob ich mein Set eher seitlich zum Fenster aufbaue oder lieber im Gegenlicht.
    Man sollte sich also schon vorher Gedanken zum Endresultat machen und nicht blind drauflos fotografieren und überlegen:
  2. Was will ich (also wie soll mein Foto nachher aussehen)

Wenn man das erstmal weiß,  ist man schon einen großen Schritt weiter!
Jetzt kann man mit dem Arrangieren von seinem Foodobjekt beginnen, in meinem Fall den Blaubeeren. Ich mache das auf einem Tisch, den ich drehen kann! Also nur für den Fall, dass ich den Winkel zum Licht noch ein wenig verändern will.

Da es ein dunkles Bild werden sollte und auch die Blaubeeren dunkel sind, kam für mich diesmal kein Backlight in Frage,
da mir hier die Kontraste zu sehr verschwinden und das Erbniss eher diesig werden würde.

Ich entscheide mich also für seitliches Fensterlicht (ich habe übrigens ein Nord-Ost-Fenster, was sich vor allem für die Available Light Fotografie wunderbar eignet, da das Licht immer ziemlich konstant ist 🙂

Wie ihr auf dem Bild seht, habe ich den Hintergrund nur sehr niedrig abgedunkelt. Auf der einen Seite wollte ich den Untergrund zwar dunkel haben, aber ich wollte auch das Licht von hinten noch nutzen, um die Beeren plastischer wirken zu lassen.
Das Licht links vom Fenster wollte ich natürlich nicht, jedenfalls nicht im direkten Bereich der Blaubeeren. Das Licht von oben hätte die Beeren zu stark aufgehellt, also habe ich aus Pappe eine Art Brücke gebaut, genau über den Blaubeeren: Abschatter von links, rechts und oben.

Das seitliche, indirekte Licht, hat die Beeren schön leuchten lassen. Das Licht von hinten hat die Beeren plastischer wirken lassen….damit aber das Licht von seitlich hinten nicht zu krass war, kam noch ein Diffusor vor dem Fenster zum Einsatz.

Hier seht ihn nun das SOOC und das Bild nach meiner Lightroombearbeitung.
Ich nutze Lightroom am liebsten zur Grundbarbeitung… also Belichtung, Weißabgleich, Kontraste…. eben weil alles reversibel ist 😉
Sollte mir nachher etwas doch nicht gefallen, kann ich es ganz schnell ändern.

In Photoshop erfolgt dann der Feinschliff. Ich arbeite sehr gerne mit Farbebenen und da ist mir Photoshop einfach viel lieber, weil man über die Ebenenmasken wesentlich exakter arbeiten kann als in LR.  Dies ist jedenfalls mein Finales Bild! Ich hoffe es gefällt euch!

Available Light I Nikon D700 I 105mm I F/7.1 I ISO 125 I 1/3sec

 

Ja, im Grunde war’s das eigentlich schon. Natürlich führen immer viele Wege nach Rom… dieser hier ist meiner 🙂

Ach und sorry für die furchtbar unordentlichen Setbilder. Ich sollte mir echt mal angewöhnen vorher aufzuräumen 😉